Starkregenrisikomanagement für die Stadt Fridingen

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In den vergangenen Monaten hat die Stadt durch das Ingenieurbüro ITR GmbH aus Neuhausen ob Eck ein Starkregenrisikomanagement für das gesamte Stadtgebiet auf Grundlage der Maßgaben des Landes Baden-Württemberg durchführen lassen. Ausgelöst durch die Katastrophe in der Gemeinde Braunsbach im Jahre 2016
werden solche Untersuchungen und Gefährdungsanalysen, die bis dato für die Kommunen noch freiwillig
sind, durch das Land Baden-Württemberg finanziell unterstützend gefördert.

Erst wieder vor wenigen Wochen wurde uns in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, gerade auch außerhalb
von Landstrichen mit größeren Fließgewässern, diese neue Dimension von Überflutungsereignissen nochmals sehr eindrucksvoll vor Augen geführt. Es zeigte sich dabei sehr deutlich, dass solche Katastrophen ganz generell und an jedem Ort auftreten können. So lässt ein Starkregen in aller Regel keine bzw. nur eine sehr kurze Vorwarnzeit zu, mit dann zum Teil verheerenden Konsequenzen für die betroffenen Gebiete.

Das Starkregenrisikomanagement soll derartigen Szenarien nunmehr vorbeugen, sowie allen Hilfskräften
und sonstigen Akteuren für den Bedarfsfall die notwendigen Informationen an die Hand geben. Mitunter veranschaulichen die erstellten Gefahrenkarten, wo bei einem Starkregen welche Fließwege zu erwarten sind und
wo jene dann mit welcher Geschwindigkeit auftreten können. Auch wird eine Aussage über evtl. Risiken durch
Bodenerosionen getroffen oder wichtige zu schützende Infrastrukturen und Versorgungseinrichtungen in den
Blickpunkt gerückt. Mittels Computersimulationen und daran anknüpfenden Modellrechnungen soll zudem
eine gezieltere Vorbereitung auf solche Unglücksfälle ermöglicht werden.

Aber nicht nur das: Ein weiterer und wichtiger Teil des Starkregenrisikomanagement betrifft auch die allgemeine
Informationsvorsorge, welche im Besonderen für Privatpersonen und Gewerbetreibende angedacht ist.
Hintergrund bildet der im Landeswassergesetz verankerte Eigenschutz. Um diesen zu ermöglichen und eine
individuelle Einschätzung gewinnen zu können, stellt die Gemeindeverwaltung der Bevölkerung die Starkregengefahrenkarten öffentlich, über die städtische Homepage auch medial, zur Verfügung. Damit soll jede
Bürgerin oder Bürger in die Lage versetzt werden, die Gefahrenlage für das eigene Grundstück einzuordnen
und für sich selbst adäquate Vorsorgemaßnahmen einzuleiten bzw. vornehmen zu lassen. Die Gemeindeverwaltung
unterstützt sie in diesem Bestreben gerne.

Die Karen für das Stadtgebiet Fridingen finden Sie hier https://mapserver.mapwebbing.eu/fridingen/