Änderungen der Corona-Hauptverordnung mit Wirkung vom 19. April 2021

Aufgrund der gegenwärtigen Pandemielage, insbesondere durch die Verbreitung der Mutationsvariante B 1.1.7., erfährt das Infektionsgeschehen derzeit eine äußerst exponentielle Dynamik. Bundesweit schnellen die Inzidenzen nach oben. Basierend auf der vom Bundeskabinett beschlossenen „Notbremse“ setzt Baden-Württemberg die entsprechenden Beschlüsse mit Wirkung vom 19. April um.Die Corona-Hauptverordnung wurde entsprechend ergänzt und vorläufig bis mindestens zum 16. Mai verlängert.

Im Wesentlichen enthält die Corona-Hauptverordnung nunmehr folgende Veränderungen oder Klarstellungen:

  • Grundsätzlich gilt für alle Klassenstufen ein Wechselunterrichtsmodell samt Testpflicht. Beim Wechselunterricht muss gewährleistet sein, dass die Abstände eingehalten sind und sich die unterschiedlichen Lerngruppen nicht begegnen.
  • Inzidenzunabhängige Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Präsenzbetrieb.
  • In Stadt- und Landkreisen, in denen die 7-Tages-inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt, muss am übernächsten Tag auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Notbetreuung in den Klassenstufen 1 bis 7 sowie die Abschlussklassen und die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sind hiervon weiterhin ausgenommen.
  • Die Testpflicht gilt auch für den Besuch der Notbetreuung.
  • In Stadt- und Landkreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt, dürfen Kitas, Kindergärten und Kindertagesbetreuungen ab dem übernächsten Tag nur noch eine Notbetreuung anbieten. 
  • Des Weiteren gelten in Stadt- und Landkreisen, in denen an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tages-Inzidenz über 100 liegt ab dem übernächsten Tag weitere Regelungen (sog. Notbremse):
  • Verschärfte Kontaktbeschränkungen auf ein Haushalt + 1 Person einschließlich der zum Haushalt gehörenden Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres.
  • Der Betrieb von Wettannahmestellen, Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten bleiben insgesamt untersagt.
  • Der Betrieb von Sportanlagen (im Freien und geschlossenen Räumen) ist nur für die kontaktlose Ausübung von Individualsportarten zulässig sowie zur Ausübung von Individual- und Mannschaftssportarten im Rahmen des Wettkampf- und Trainingsbetriebs des Spitzen- und Profisports.
  • Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen sind mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen (insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege) geschlossen. Auch Sonnenstudios sind zu schließen.
  • Für Kundinnen und Kunden von Friseurbetrieben und Barbershops ist ein vorheriger Schnelltest erforderlich.
  • Der Betrieb von Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen ist nur im Rahmen des Onlineunterrichts zulässig.
  • Ladengeschäfte dürfen weiterhin Abholangebote (Click&Collect) und Lieferdienste anbieten. Soweit Ladengeschäfte der Grundversorgung, also insbesondere aus dem Lebensmittelbereich, geöffnet bleiben, wird die Begrenzung der maximal zulässigen Verkaufsfläche pro Kundin oder Kunde nochmals verschärft von 10 auf 20 Quadratmeter (bei Ladenflächen bis 800 Quadratmeter) und von 20 auf 40 Quadratmeter (für die über 800 Quadratmeter hinausgehenden Flächen).
  • Baumärkte und Buchhandlungen sind zu schließen.
  • Es gilt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in der Zeit von aktuell 21 Uhr bis 5 Uhr. Das Verlassen der Wohnung ist nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.

Die aktuelle CoronaVO können Sie hier herunterladen.

Eine Übersicht über die aktuell geltenden Regelungen finden Sie hier