Impfstart gegen das Corona-Virus im Kreisimpfzentrum Tuttlingen

Impfstart gegen das Corona-Virus im Kreisimpfzentrum Tuttlingen
Menschen ab 80 Jahre erhalten die Möglichkeit zur ersten Impfung

Liebe älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Kreisimpfzentrum in Tuttlingen wird am 22. Januar seine Arbeit aufnehmen. Aufgrund des zu-nächst nur begrenzt zur Verfügung stehenden Impfstoffes erfolgt die Impfung zu Beginn stufenweise und entsprechend einer nach Risikogruppen festgelegten Priorisierung. In einem ersten Schritt können sich bevorzugt die Seniorinnen und Senioren ab dem 80-zigsten Lebensjahr, als die am meisten gefährdete Altersgruppe, gegen Corona impfen lassen. Diese Bevölkerungsgruppe ist laut den Virologen bekanntlich einem besonders hohen Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Verlauf der Erkrankung ausgesetzt. Die Impfungen sind kostenlos und werden vom Bund getragen.


Gegenwärtig sind in unserem Landkreis bereits mobile Impf-Teams in den Pflegeheimen unterwegs, um den dort lebenden Bewohnern die erste Impfung zu verabreichen. Ältere Mitmenschen, welche nicht in einem Pflege- oder einem Altersheim leben, müssen sich allerdings selbst um einen Impftermin bemühen. Eine Impfung erfolgt nur mit einer vorherigen Terminvereinbarung. Eine gesonderte Einladung hierzu gibt es nicht.
Die Terminvereinbarung kann auf zwei Wegen erfolgen:

  1. über die Telefon-Hotline mit der Nummer 116117
    oder
  2. über das Internet und die zentrale Anmeldeplattform mit der Adresse www.impfterminservice.de, wobei man allerdings selbst eine E-Mail-Adresse oder eine Möglichkeit für den Empfang von SMS benötigt.

Mit der Anmeldung erhält man gleichzeitig den Termin für die Erst- wie auch die erforderliche Zweitimpfung im selbigen Impfzentrum. Dadurch wird sichergestellt, dass die Zeiträume bis zur zweiten Impfung eingehalten werden. Anmeldungen sind seit dem 19. Januar möglich.
Das Tuttlinger Kreisimpfzentrum wurde in der Kreissporthalle eingerichtet. Die Impfungen erfolgen somit, wie in anderen Landkreisen auch, an einer zentralen Örtlichkeit. In den Kommunen werden keine Impfstellen eingerichtet. Erst mittelfristig ist es angedacht, dass diese Impfungen auch in den niedergelassenen Arztpraxen stattfinden können.


Momentan gibt es den benötigten Impfstoff noch nicht in ausreichender Menge. Deshalb wird es sicherlich auch eine gewisse Zeit dauern, bis sich die Abläufe eingespielt und die Terminvergaben dann zügiger vonstattengehen können.
Im Gegensatz zu den organisierten Aktionen in den Pflege- und Altersheimen müssen sich alle Impfwilligen selbst um einen entsprechenden Termin bemühen. Zur Impfung sind sowohl der Impfpass, die elektronische Gesundheitskarte und ein Ausweisdokument (d.h. Personalausweis) zwingend mitzubringen.


Für viele ältere Mitmenschen, die nicht in Heimen leben und über keine familiäre oder sonstige nachbarschaftliche Unterstützung verfügen, ist dies sicherlich keine einfache Situation. Ziel ist es aber jedem von Ihnen die Gelegenheit zur Impfung zu verschaffen.
Stadtverwaltung und unsere Nachbarschaftshilfe St. Elisabeth wollen für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstützend tätig werden, wenn sie in dieser Hinsicht Hilfe benötigen. Aufgrund unserer begrenzten Ressourcen bitten wir Sie aber nur dann auf dieses Angebot zurückzugreifen, falls sie keine Verwandten oder Bekannten vor Ort haben, die Ihnen bei der Terminvereinbarung helfend zur Seite stehen könnten und Sie keinerlei Möglichkeit haben ins Tuttlinger Impfzentrum zu kommen.


Falls Ihrerseits Bedarf besteht, bitten wir Sie sich bei Frau Schwarz im Rathaus unter der Nummer 07463/837-10 zu melden. Gemeinsam mit der Nachbarschaftshilfe werden wir dann versuchen für Sie einen Impftermin zu organisieren und ggf. wenn erforderlich auch die Transportmöglichkeit zu klären. Für den Fahrdienst würde dann auch ein entsprechender Erstattungsbetrag durch die Nach-barschaftshilfe erhoben.


Bitte beachten Sie, dass dieses Angebot entsprechend der Richtlinien der Bundes- und Landesre-gierung nur für solche Menschen besteht, die momentan überhaupt geimpft werden. Dies ist ausschließlich die ältere Bevölkerung ab dem Lebensalter von 80 Jahren.