Aktuelle Informationen zum Coronavirus

(Stand: 23.11.2020)
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in unserem Land unverändert auf einem hohen Niveau, obgleich sich die Zahlen in Deutschland zumindest etwas stabilisiert haben. Die sog. 7-Tage-Inzidenz wird trotz des gegenwärtigen Lockdowns in vielen Bereich des alltäglichen Lebens zum Teil besorg-niserregend und beträchtlich überschritten. Auch die Aus- sowie die Belastung in den Krankenhäuser nimmt weiterhin zu und die Gefahr, dass diese Gesundheitseinrichtungen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen steigt. Die Anzahl der Patienten, welche beamtet werden müssen, erreichte in der vergangenen Woche einen Höchststand. So haben sich diese Zahlen seit Oktober verzehnfacht.

Vor diesem Hintergrund haben in der vergangenen Woche Ministerpräsident/-innen der Bundelän-der in einer Videokonferenz mit der Bundeskanzlerin ein Zwischenfazit über die zu Monatsbeginn verordneten Beschränkungen zur Eindämmung dieses Virus gezogen.

Inwieweit die Maßnahmen ausreichend sind, um die Zahl der Neuinfektionen wiederum in absehbarer Zeit abzusenken, lässt sich momentan nur schwerlich vorhersagen. Deshalb möchten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten/-innen noch in dieser Woche vor dem Hintergrund weiterer Erkenntnisse über konkrete Schlussfolgerungen sowie künftigen Perspektiven für die Monate Dezember und Januar im Rahmen eines Gesamtkonzepts diskutieren und entscheiden.
Vorläufig sind folgende Beschlüsse und Festlegungen vereinbart worden:

Erneuter Aufruf zur Kontaktvermeidung
mit einhergehenden Festlegungen:

  • Personen mit Atemwegserkrankungen können sich seit Oktober wiederum telefonisch bei ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt krankschreiben lassen.
  • Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit hohem Publikumsverkehr oder Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt es zu vermeiden.
    Weiter wird eindringlich darum gebeten:
  • auf private Feiern zu verzichten.
  • private Zusammenkünfte auf einen festen weiteren Hausstand zu beschränken.
  • auf freizeitbezogene Aktivitäten in Bereichen mit hohem Publikumsverkehr zu verzichten.
  • ältere und vulnerable Personen nur dann zu besuchen, wenn alle Familienmitglieder frei von jegli-chen Krankheitssymptomen sind und in den Tagen zuvor keiner der Mitglieder einem besonderen Risiko ausgesetzt war.

Schulen und Betreuungseinrichtungen:
Schulen und Betreuungseinrichtungen werden nach aktuellem Stand weiterhin nicht geschlossen. Über die Reduzierung der Ansteckungsrisiken und die damit verbundenen Möglichkeiten, wird in der kommenden Besprechungsrunde beraten.

Impfstoffe zur Bewältigung der Pandemie – voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2021:
Um eine kurzfristige Inbetriebnahme der Impfzentren und -strukturen sicherzustellen, werden die Länder bis Ende November dem Bund die Zahl der durchführbaren Impfungen pro Tag melden und den Impfprozess planen. #

FFP2-Masken für vulnerable Gruppen:
Um das Risiko einer Ansteckung für die besonders vulnerablen Gruppen zu reduzieren, wird der Bund auf Basis einer vom Bundesminister für Gesundheit zu erlassenen Rechtsverordnung ab Anfang Dezember für diese vulnerablen Gruppen eine Abgabe von insgesamt 15 FFP2-Masken (rechnerisch eine pro Winterwoche) gegen eine geringe Eigenbeteiligung ermöglichen.

Digitale Werkzeuge für die Gesundheitsämter:
Bund hat und wird mit Partnern digitale Werkzeuge, unter Einhaltung der geltenden Datensicher-heits- und datenschutzrechtlichen Anforderungen, zur Entlastung der Gesundheitsämter weiterentwickeln.

Updates für die Corona-Warn-App (CWA):
In den kommenden sechs Wochen wird die CWA drei weitere Updates erhalten. Dadurch wird der Warnprozess vereinfacht sowie automatische Erinnerungen nach Positivtestung an eine noch nicht erfolgte Warnung der eigenen Kontaktpersonen implementiert, ein Mini-Dashboard mit aktuellen Informationen zum Infektionsverlauf integriert, die Messgenauigkeit durch die Umstellung auf die neue Schnittstelle von google/apple verbessert sowie die Intervalle für die Benachrichtigung über eine Warnung erheblich reduziert.