Ab 2. November gelten neue und befristete Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Es ist also nunmehr doch so gekommen, wie es sich in den vergangenen Tagen abzeichnete. Eine zweite Corona-Welle hat unser Land wie auch die anderen europäischen Staaten erfasst. Die Lage ist ernst und wie im Frühjahr steht unsere Gesellschaft in den kommenden Wochen vor einer großen Herausforderung.
Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz gemeinsam mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch, den 27. Oktober darauf verständigt, für den Monat November ein Bündel drastischer und einschneidender Maßnahmen festzulegen, die unseren Alltag und unsere Lebensgewohnheiten wiederum in verstärkter Weise einschränken.

Diese Beschlüsse sind vom Land Baden-Württemberg über das vergangene Wochenende konkretisiert worden. Hierzu musste die gültige Corona-Verordnung überarbeitet werden. Die neu verfügten Maßnahmen in § 1 a dieser Verordnung traten mit Montag den 02. November in Kraft und sind bis einschließlich 30. November gültig.

Das Ziel der getroffenen Maßnahmen und Regelungen ist es, mit einem Herunterfahren des öffentlichen Lebens die Infektionskette dieses gefährlichen Virus zu unterbrechen, um so die Kurve der Neuansteckungen abzuflachen und damit die Kontrolle über das Pandemiegeschehen zurückzugewinnen. Dabei ist klar: Nur durch die Einschränkung und die Verringerung von sozialen Kontakten kann letztlich das Ansteckungsrisiko und die Übertragungsgefahr verlangsamt werden. Dies erscheint in diesen Tagen und Wochen dringend notwendig, da ansonsten die Gefahr besteht, dass unser gesamtes Gesundheitssystem binnen kürzester Zeit an seine Leistungsgrenzen gelangt.

Um eben dies zu verhindern, ist eine gemeinsame Anstrengung notwendig. Alle Menschen in unserem Land sind daher aufgefordert, sich zu disziplinieren und die geltenden Regeln zu beachten. Dies ist ein entscheidender Beitrag den jeder von uns für die Gemeinschaft tun kann und tun muss.

Bemühen Sie sich also ihre Kontakte in den kommenden Wochen auf ein Minimum zu beschränken, legen sie wo notwendig die Maske an und halten Sie den erforderlichen Abstand sowie die Hygienemaßnahmen ein.

Um einer nationalen Gesundheitsnotlage vorzubeugen sind in Baden-Württemberg auszugsweise folgende Maßnahmen bis zum 30. November in Kraft getreten:

  • Für Kontakte im privaten Umfeld und in der Öffentlichkeit gilt eine konkrete zahlenmäßige Beschränkung auf maximal zehn Personen und maximal zweier Haushalte.
  • Untersagt sind sonstige, nicht private Veranstaltungen, die allein der Unterhaltung und damit einem sog. angenehmen Zeitvertreib dienen. Hierzu zählen auch sämtliche Veranstaltungen der Breitenkultur, nicht aber bspw. Eigentümer- und Mitgliederversammlungen oder Vereinssitzungen.
  • Übernachtungsgebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche auch von Verwandten zu verzichten.
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.
  • Den Betrieb einstellen müssen u.a. die Theater, Opern- und Konzerthäuser. Dies trifft auch die Messen, Freizeitparks, Spielhallen und Kinos sowie Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen.
  • Des Weiteren müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattooostudios bzw. ähnliche Betriebe geschlossen bleiben.
  • Der Amateur- und Freizeitsportbetrieb ist sowohl auf privaten wie auch öffentlichen Einrichtungen zu unterlassen; mit Ausnahme des Individualsports alleine, zu zweit oder mit dem eigenem Hausstand. Ausgenommen von dieser Untersagung ist die Nutzung der Anlagen für den Schul-, Spitzen- und Profisport. Dasselbe gilt für die Fitnessstudios.

Nach Ablauf von zwei Wochen werden die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentenkonferenz sich erneut beraten und die durch die Maßnahmen erreichten Ziele beurteilen, sowie ggf. notwendige Anpassungen vornehmen.

Die neue „Corona-Hauptverordnung“, ist hier auf der städtischen Homepage www.fridingen.de abrufbar.

Seitens der Stadtverwaltung bitten wir Sie darum, die Regelungen und Anweisungen des Landes Baden-Württemberg zu beachten und zu befolgen. Tragen Sie durch Ihr verantwortungsvolles Handeln dazu bei, einer weiteren Ausbreitung dieser Infektionskrankheit vorzubeugen und helfen sie so mit, diese Pandemie schnellstmöglich einzudämmen. Lassen Sie uns gemeinsam, wie auch schon im vergangenen Frühjahr, die Herausforderungen der vor uns liegenden Wochen meistern und bewältigen.

Für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung danken wir Ihnen – Bleiben Sie gesund!