Berichterstattung aus dem Gemeinderat

In seiner letzten Sitzung beschäftige sich der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung, neben vielen Baugesuchen, vor allem auch noch mit folgenden beiden Tagesordnungspunkten:  

Ausdehnung der standesamtlichen Trauungsmöglichkeiten

Standesamtliche Trauungen werden sowohl im Sitzungssaal, wie seit 2015 in der Hohenbergstube im „Ifflinger Schloss“ vorgenommen. Gerade dieses Ambiente wird zusehends auch von nicht in Fridingen ansässigen Paaren angefragt. Aus versicherungsrechtlichen Anforderungen muss im „Ifflinger Schloss“ neben dem Standesbeamten immer auch eine weitere Person der Verwaltung zugegen sein. Der Gemeinderat hatte daher aufgrund des erhöhten allgemeinen Aufwands (Personal, Reinigungsdienst, Heizung etc….) beschlossen, hierfür eine feste Gebühr von 150 Euro zu erheben. Falls im Eingangsbereich des Heimatmuseums noch zusätzlich ein Umtrunk gebucht wird, fallen weitere Kosten an. Wegen des zusätzlich erforderlichen Personals wurde zudem festgelegt, dass im Jahr behördliche Trauungen nur an bestimmten Freitagnachmittagen in der Hohenbergstube stattfinden können. Diese Termine werden bereits im Vorjahr festgelegt, vorreserviert und auch publiziert.

Unter der Woche finden in aller Regel die standesamtlichen Trauungen an den Freitagen statt. Gemäß Beschlusslage wurden an Samstagen bisher in Fridingen keine Vermählungen vorgenommen. Eine Abfrage in den Umlandgemeinden hatte ergeben, dass dies dort sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Als zusätzliches Angebot an die Bevölkerung regte die Verwaltung nunmehr an, die Trauungstermine auch an „gewissen“ Samstagen zu ermöglichen. Nach kurzem Austausch stimmte der Gemeinderat dem zu, knüpfte ähnlich anderer Städte und Gemeinden daran aber bestimmte Voraussetzungen. So beschloss man künftig ab Oktober 2020 jeweils am zweiten Samstag des Monats in einem Zeitraum von 09.00 bis 13.00 Uhr Trauungen anzubieten; für einen anschließenden Sektempfang wird im Rathaus maximal eine weitere halbe Stunde genehmigt. Die jeweiligen Termine werden bereits im Vorjahr zwischen den städtischen Standesbeamtem aufgeteilt und veröffentlicht. Aufgrund des erhöhten Personalaufwands scheiden allerdings im „Ifflinger Schloss“ Samstagstrauungen aus. Getraut werden grundsätzlich nur solche Paare, die entweder am Ort wohnhaft sind, zumindest ein Ehepartner/-in in Fridingen aufgewachsen oder hier im Vereinsleben in ehrenamtlicher Funktion aktiv tätig ist. Für die Samstagstrauungen beschloss der Gemeinderat, zwecks des spezifischen Aufwands, eine Gebühr von 120 Euro.

Errichtung von sog. „Info-Points“ durch den Naturpark Obere Donau                                                                                                                                                                                                                

Der Naturpark Obere Donau beabsichtigt in Zusammenarbeit mit interessierten Städten und Gemeinden innerhalb seines Gebiets an gewissen Besucherschwerpunkten ein dezentrales Netz von sog. „Info-Points“ zu errichten. Ziel ist es an diesen Standorten umfassend über den Naturpark, sowie über lokale Sehenswürdigkeiten bzw. geographische Besonderheiten zu informieren und diesen dadurch wiederum stärker ins Bewusstsein zu rücken. Für unsere Gemarkung wurde dabei der Bereich des Knopfmacherfelsens mit dem dortigen Wanderparkplatz ins Auge gefasst.

Für die Errichtung solcher „Info-Points“ geht der Naturpark, je nach lokaler Gegebenheit und Standort, von einem finanziellen Aufwand zwischen 35.000 bis 70.000 Euro aus; wobei knapp 90 % der Kosten aus der Naturparkförderung und dem Naturparkverein abgedeckt werden. Der dann noch überschaubare kommunale Eigenanteil ist von der jeweiligen Standortgemeinde aufzubringen. Angesichts dieses hervorragenden Förderniveaus und als Stadt mitten im Herzen des Naturparks gelegen, kann sich der Gemeinderat die Errichtung eines solchen „Info-Points“ sehr gut vorstellen und bekundete entsprechendes Interesse. Laut Auskunft der Geschäftsstelle des Naturparks soll das Projekt frühestens 2021/2022 umgesetzt werden; wobei zunächst aber nunmehr ein entsprechender Sammelförderantrag zu stellen ist.